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Value Strategie


Der Value Investor ist Ihr Ratgeber für Investments, die auch in Krisenzeiten an der Börse zulegen!

Viele Privatanleger, die die Börse in den letzten Jahren beobachtet haben, fragen sich heute: Gibt es überhaupt noch Aktien, die in diesen schwierigen Zeiten Plus machen?

JA, die gibt es! Und der Value Investor sagt Ihnen, welche Werte Sie jetzt kaufen müssen.

Zugegeben, sie sind nicht einfach zu finden. Aber eine ganze Reihe von Unternehmen weist hervorragende Bilanzen auf, die Auftragsbücher sind gefüllt, das Management hat den Betrieb fest im Griff und die Mitarbeiter sind motiviert. Zudem wird für einen Markt produziert, der gerade erst erwacht und dessen Potential von der breiten Masse noch gar nicht erkannt wurde. Ein anderes Unternehmen ist nach mäßigen wirtschaftlichen Erfolgen gerade radikal saniert und abgestraft worden.

Die Effizienz wurde deutlich gesteigert und die Gewinne werden schon im nächsten Jahr überproportional steigen. Noch sind die Unternehmen günstig, obwohl der wahre Wert bereits jetzt deutlich höher liegt. Für Sie eine einmalige Gelegenheit!

Oder auch der Anbieter in der Marktnische, ohne Konkurrenz und enorm wachstumsstark. Wegen der geringen Anzahl von Analysten bisher nicht beachtet. Aber das wird sich bald ändern. Dann ziehen die Kurse deutlich an und bescheren Ihnen hervorragende Gewinne!

Das sind nur einige Beispiele, welche Werte wir Ihnen im Value Investor zum Kauf empfehlen. Bei allen jedoch gilt:
Wir suchen nach Unternehmen, die Ihnen hohe Renditen bei geringem Risiko versprechen. Dafür wählen wir solide Unternehmen, die momentan unterbewertet sind. Dafür bewerten wir die Unternehmen nach harten Kriterien. Aber das reicht uns noch nicht: Auch bei Erfüllung dieser Kriterien muss zusätzlich natürlich auch das Umfeld stimmen. Zum Beispiel die Charttechnik. Auch hier müssen die Kauf-Signale deutlich sein, damit wir Ihnen ein Unternehmen vorstellen. Und natürlich viele weitere Faktoren, die nicht immer messbar sind, aber nicht vernachlässigt werden dürfen. Auch zur Beurteilung dieser Faktoren verwenden unsere Analysten Ihre jahrzehntelange Erfahrung.

Zu jeder Empfehlung liefern wir Ihnen schließlich alle relevanten Daten. Kein lästiges Zusammensuchen von Daten aus den Kursteilen der Zeitung oder aus dem Internet hält Sie mehr von den wirklich wichtigen Dingen im Leben ab. Zu allen laufenden Empfehlungen berichten wir Ihnen regelmäßig, wir vergessen keine früheren Empfehlungen und raten Ihnen auch konsequent zum Verkauf, wenn es soweit ist.

Diese Strategie ist mittelfristig (1-3 Jahre) für Sie am erfolgreichsten. Und das ganz ohne Stress. Unsere Analysten mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung und einem weltweiten Netz an Informationsquellen sorgen dafür, dass es Ihrem Geld gut geht!



Interview mit dem Chefredakteur Franz-Josef Buskamp:

Die wenigsten Investment-Entscheidungen werden aus strategischen Gesichtspunkten getroffen. Oftmals entscheiden Anleger aus dem Bauch heraus, worin sie investieren - ohne die Folgen zu bedenken. Welche Rolle die Psyche an den Finanzmärkten spielt, darüber unterhielten wir uns mit dem Marktanalysten, Finanzberater und Buchautor Franz-Josef Buskamp.

Investor Verlag: Herr Buskamp, wie wichtig ist die Psyche des Anlegers an der Börse?

Buskamp: Die Psyche beeinflusst den größten Teil des Anlageverhaltens. Ängste, Wünsche, Hoffnungen, Sorgen usw. sind nahezu immer die emotionalen Begleiter einer Investition. Dies kann soweit führen, dass die Emotionen sowohl auf der positiven als auch negativen Seite börsenbezogene Investments nahezu 100% beeinflussen."

Investor Verlag: Warum machen Anleger immer wieder die gleichen Fehler?

Buskamp: Die typischen Anlagefehler resultieren in erster Linie aus persönlicher Konditionierung. Nehmen wir als Beispiel die antizyklische Anlage. Dazu ist die Mehrheit der Anleger nicht wirklich fähig. Antizyklisch investieren bedeutet ja streng genommen gegen einen bestehenden Trend zu investieren. Mit einem solchen Anlageverhalten stelle ich mich gegen die Mehrheit der Anleger und distanziere mich von der aktuellen Entwicklung. Das bedeutet in der Praxis, ich stehe mit meinen Auffassungen über den Markt weitestgehend alleine da und muss dann auch dafür einstehen. Eben dies wird von den meisten Anlegern nicht beherrscht, weil es dazu einfach an persönlichen Voraussetzungen mangelt.

Investor Verlag: Und damit verlieren?

Buskamp: Ja klar. Mit der Orientierung an der Masse wird der unsichere Anleger immer zu spät reagieren. Zu spät einsteigen, aber auch zu spät verkaufen, weil die kollektive Marschrichtung für ihn eine Orientierung darstellt.

Investor Verlag: Und trotzdem glauben viele Anleger an das Handeln der Masse. Hat die Masse allein aufgrund ihrer Kaufkraft nicht immer Recht?

Buskamp: Bis sich massenpsychologische Phänomene einstellen vergeht immer viel Zeit. So ein kollektiver Konsens über einen Markt lässt sich nicht binnen kurzer Zeit herstellen. Dazu sind vielfältige Wechselwirkungen und Kettenreaktionen erforderlich, von der verschiedene Anlegergruppen betroffen sind. Wer kauft was, also kaufen wir das auch. Daran orientieren sich beispielsweise dann Investmentbanken, die bestimmte Sektoren auf ihre Kauflisten setzen. Irgendwann springen die Massen-Finanzmedien auf diesen fahrenden Zug usw. Deshalb sind Trends auch nie kurzlebig. Da die Masse als solche aber langfristig falsch liegt, werden kollektiv bestimmte Investments mit Verlusten enden.

Investor Verlag: Aber es bedarf doch der Masse, um überhaupt längerfristige Trends in Ganz zu setzen...

Buskamp: Eine Masse initiiert keinen neuen Trend. Längerfristige Trends gehen in ihrem Ursprung nur auf wenige Marktakteure zurück. Es heißt nicht umsonst, dass die Zahl der Aktionäre auf dem Höhepunkt einer Baisse am geringsten, und auf dem Höhepunkt der Hausse aber am größten ist. Die Masse übernimmt erst im weiteren, späteren Verlauf eines Trends das Regiment. Das ist meist die Phase, in der kühl rechnende Akteure über Aktienbewertungen den Kopf schütteln. Die Massenwirkung ist also dann am größten, wenn sie in eine Überbewertung oder Unterbewertung eines Marktes oder Sektors mündet. Diese Fehlbewertungen werden dann später korrigiert. Also liegt die Masse falsch.

Investor Verlag: Wie verhält sich die Masse der Anleger aktuell? Liefert Sie irgendwelche Anhaltspunkte für die künftige Marktentwicklung?

Buskamp: Die Masse ist derzeit von Ängsten beherrscht. Angst vor der Zukunft, vor Terrorismus, vor der politischen Entwicklung, vor der nächsten Aktien-Baisse. Allein letzteres verhindert genau diese Entwicklung. Das Börsenpublikum ist für negative Prognosen unverändert sehr empfänglich. Wer aktuell auf einen Crash setzt, wird nur weitere Verluste machen. Um die Ängste der Masse aufzulösen, bedürfte es eines stärkeren Vertrauens. Ein vertrauensbildender Prozess ist aber derzeit nicht zu beobachten. Es geht somit aktuell darum, sich auf die Sektoren zu konzentrieren, die wirklich laufen und das sind neben valuebezogenen Investments Rohstoffe und Edelmetalle, wobei deren zyklisch bedingten und mitunter nicht gerade geringen Schwankungen zu berücksichtigen sind.

Investor Verlag: Wie soll sich der Anleger Ihrer Meinung nach verhalten, wenn er kurz nach dem Kauf einer Aktie massive Buchverluste eingefahren hat und wie beeinflusst ihn dieses Szenario auch in seinem Alltag?

Buskamp: Wenn eine Aktie bereits kurz nach dem Kauf massive Buchverluste aufweist, dann ist schon im Vorfeld einiges falsch gelaufen. Ein Anleger kann sich beispielsweise mit einer Stopp-loss-Order vor schnellen und massiven Verlusten schützen. Er legt vor dem Kauf einer Aktie klipp und klar fest, ab welcher Verlustgröße er wieder verkauft. Dies ist die einzig realistische Möglichkeit, eine Verlustentwicklung nicht einfach laufen zu lassen. Oder er kauft sich in einen Marktsektor, der schon längere Zeit am Boden liegt, ein und nimmt weitere Verluste einfach in Kauf. Wenn mögliche Verluste Bestandteil der Strategie sind, wird er keine Probleme damit haben. In der Praxis verhält es sich aber meistens so, dass über Verluste gar nicht erst nachgedacht wird. Verlustrisiken werden einfach ausgeklammert. Dann werden aber die Emotionen parallel zur Verlustentwicklung zunehmen. Mit jedem neuen Tief wächst der Druck, solange, bis er unerträglich wird. Die Kursentwicklung beherrscht in solchen Phasen das Denken und somit auch den Alltag des Anlegers, je nachdem, wie stark er finanziell involviert ist. Dies geht dann mitunter solange, bis der Anleger völlig entnervt aus dem Investment wieder aussteigt. Er möchte einfach nur zur Ruhe kommen und den Rest seines Geldes retten. Mit den ursprünglichen Investmentabsichten hat dies alles nichts mehr zu tun. Es sind ausschließlich Reaktionen aus der psychischen Verfassung des Anlegers.

Investor Verlag: Zwischen wie vielen Anlegertypen unterscheiden Sie? Findet sich in Ihrem Buch 'Mentale Börsenkompetenz' jeder Anleger wieder?

Buskamp: Ich unterscheide zwischen 8 Anlegertypen. Jeder Anleger dürfte sich in einer Typisierung wiederfinden, die auf seine aktuelle Situation passt. Es verhält sich ja nicht so, dass jeder Anleger in einer einmal festgestellten Typisierung zwingend verbleibt. Somit gibt es natürlich auch Mischtypen oder auch Fälle, in denen Anleger immer wieder in ihr ursprüngliches Verhaltensmuster zurückfallen. Ein anderes Thema ist hingegen, ob ein Anleger in der Lage ist, sich den Moment der Erkenntnis auch einzugestehen und daran zu arbeiten. Wenn er beispielsweise erkennt, dass er ein unfreiwillig langfristiger Investor ist. Es nützt ja nichts zu sagen, ja, da erkenne ich mich wieder. Die Wandlung kommt erst, wenn er sich aktiv damit auseinander zu setzen beginnt und seine Defizite Schritt für Schritt ändert.

Investor Verlag: Kann der Anleger durch Rationalität höhere Gewinne erzielen?

Buskamp: Wenn dem Emotionalität gegenüber steht sicherlich. Aber ich kann das nicht nur auf diesen Aspekt reduzieren. Dies würde bedeuten, nur mit dem Verstand nachvollziehbare Entscheidungen treffen. So funktioniert die Börse ja nun überhaupt nicht. Wer so vorgeht, der verwandelt antizyklische Anlagen schnell in Verlustbringer, weil er sich beispielsweise zu früh gegen Trends stellt. Oder er versucht auf der Basis von Logik gewinnbringend zu operieren, was ebenfalls nicht funktioniert. Es geht darum, die Masse zu verstehen, zu überlegen, könnte dieses oder jenes im Verlauf der nächsten Jahre ein Thema für die Masse werden?

Investor Verlag: Welchen Einfluss hat der Faktor Zeit an der Börse?

Buskamp: Die meisten Anleger haben keine Zeit und nehmen sich auch keine Zeit. Alle wollen möglichst schnell gewinnen. Ich erlebe das in meiner täglichen Arbeit immer wieder. Steigt eine Aktie nicht gleich nach einer Empfehlung und dann innerhalb weniger Wochen um möglichst 100%, werden die ersten Anleger bereits nervös. So funktioniert das nicht, denn Ungeduld ist an den Märkten ein schlechter Partner.
Aus Ungeduld heraus werden falsche Anlageentscheidungen getroffen oder auch Gewinne zu früh mitgenommen. Welche Aktie kann mir ganz schnell den Supergewinn bescheren? Wer so an den Markt herangeht befindet sich bereits auf dem Weg des Verlierers. Es kann ja mitunter Jahre dauern, bis sich großartige Investmentgelegenheiten bieten, wie zum Beispiel im Zeitraum 2000 bis 2001 im Edelmetallsektor. Da konnte man seinerzeit nicht viel falsch machen. Da hatten wir so eine großartige Gelegenheit. Und haben die Anleger zugegriffen? Nein, sie stellten sich regelrecht taub. Goldaktien? So ein Quatsch. Anfang des Jahres, als sich der Gold Bugs Index versiebenfacht hatte, häufte sich die typische Frage: Welche Goldaktien kann man jetzt noch kaufen? Dies zeigt u. a., wie relativ der Zeitfaktor zu werten ist. Wer 2001 Geduld hatte, der kaufte Goldaktien. Die Ungeduldigen hingegen wollten nach einer Versiebenfachung des Index Anfang 2004 genau am mittelfristigen Hoch kaufen, also zwei bis drei Jahre später. Aber ein paar Jahre früher hatten sie nicht genügend Geduld, um in den Sektor reinzugehen. Sie sehen also, wie der Zeitfaktor so ad absurdum geführt wird.

Investor Verlag: Über welches Anlageziel muss sich Ihrer Meinung nach der normale Privatanleger am meisten klar sein?

Buskamp: Er sollte sich Klarheit darüber verschaffen, was er mit seinen Investments erreichen will und dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren. Dieses Ziel sollte er in aller Deutlichkeit umreißen können. Nicht nur das banale "Ich will reich werden". Was will er mit dem Reichtum? Ein Haus kaufen? Ein tolles Auto? Teure Kunst? Oder vielleicht finanzielle Unabhängigkeit erreichen? Dann soll er konkreter formulieren, etwa "Meine Börsenerfolge sollen mich in die Lage versetzen, ein schönes Haus kaufen zu können" oder "Ich will den Erfolg an der Börse, um finanziell unabhängig zu sein". Das ist doch ein schönes Ziel. Dieses Ziel muss er dann nicht jeden Tag gebetsmühlenartig runter beten, weil das nichts bringt, sondern wirklich verinnerlichen, sich immer wieder vor Augen führen. Denn so ein klares Ziel motiviert und kann vor Dummheiten schützen. Der Anleger geht mit seinem Geld einfach sorgfältiger um, wenn er ein klares Ziel hat und dies mit seinen Erfahrungen in Einklang bringt. Er muss sich nur darüber im Klaren sein, dass er sein Ziel nicht erzwingen kann. Er bestellt sozusagen den Boden, lässt dem finanziellen Wachstum dann aber auch die erforderliche Zeit.

Investor Verlag: Welchen Tipp können Sie Privatanlegern über Psychologie an der Börse mit auf den Weg geben?

Buskamp: Spontan empfehle ich die Lektüre meines Buches "Mentale Börsenkompetenz". Aber nicht nur lesen, sondern auch damit arbeiten. Ich habe dieses Buch geschrieben, um Anlegern, egal, ob nun privaten oder institutionellen Anlegern, in psychischer Hinsicht Unterstützung zu bieten. Und wie ich in den letzten Jahren erfahren habe, hat es vielen Anlegern bereits geholfen, ihre Handelsaktivitäten neu zu strukturieren - und das mit Erfolg.

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